„Held der Straße“ des Monats Juli aus Nordrhein-Westfalen

Monteur aus Enger hilft Mutter und Kind nach schwerem Autounfall

Philipp HeisterHanau, im Juli 2019 - Philipp Heister aus Enger stand Ende Mai mit seinem Pkw an der Ampelkreuzung zwischen B 83 und Dorfstraße in Luhden, als er einen schweren Zusammenstoß zweier Autos beobachtete. Dabei wurde eine Frau aus ihrem Fahrzeug herausgeschleudert. Der 37-Jährige kam der Mutter und ihrem im Auto angeschnallten Kind sofort zu Hilfe. Für seinen durchdachten und mutigen Einsatz haben Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Philipp Heister aus Enger zum „Held der Straße“ des Monats Juli 2019 gekürt.

Philipp Heister stand am 23. Mai gegen sieben Uhr früh mit seinem Fahrzeug an der dicht befahrenen Ampelkreuzung in Luhden, Niedersachsen. „Die Situation war sehr unübersichtlich, denn die Ampelanlage war ausgefallen. Es bildeten sich bereits lange Staus und es wurde viel gehupt“, schildert der gelernte Monteur die Situation. Zehn Minuten lang ging es für Heister nicht vorwärts. Er beobachtete die Abbiegevorgänge vor sich auf der Kreuzung: „Ein großer Lastwagen bog gerade ab, ein blauer VW Lupo dahinter wollte noch mit durchschlüpfen.“ Der Kleinwagen war durch den Lkw schlecht zu sehen und der Lupo nahm außerdem einem querenden Audi die Vorfahrt. Der Augenzeuge Heister sah das Unglück kommen: „‚Das wird aber sehr knapp‘, dachte ich mir. Da rauschte schon ein großer Audi in den Lupo.“ Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich Letzterer zweimal um die eigene Achse. „Ich war völlig überrascht, ich sah etwas, das aus dem Auto sehr weit herausgeschleudert wurde. Erst dann begriff ich, dass das ein Mensch war“, erklärt der Engerer. Obwohl die Fahrerin angeschnallt war, hielt der Gurt sie aufgrund der enormen Kräfte des Unfalls nicht im Wagen. Trotzdem hatte sie sehr viel Glück, denn sie landete in einer Lücke auf der dicht befahrenen Straße und wurde nicht von einem Fahrzeug erfasst.

Philipp Heister stieg sofort aus und eilte zu Hilfe: „‚Setzen sie sich hin!‘, rief ich der Frau zu, denn sie stand überraschend schnell auf. Ich wusste ja nicht, ob sie vielleicht starke innere Verletzungen hat. Äußerlich sah ich nur Schürfwunden. Sie fragte wiederholt nach ihrem Kind.“, so Heister weiter. Der Monteur schaute im verunfallten VW nach dem sechsjährigen Sohn: „Als ich zum schwer beschädigten Auto kam, vermutete ich Schlimmes. Aber der Junge im Kindersitz auf dem Rücksitz war ansprechbar. Er blutete jedoch am Ohr und hatte starke Schmerzen am Bein. Ich sah, dass das Bein unter dem Kindersitz eingeklemmt war. Vor kurzem hatte ich erst an einem betrieblichen Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen. Dort wurde vor jeder überflüssigen Bewegung nach einem Unfall gewarnt. Also befreite ich das Bein äußerst langsam und vorsichtig. Dann ging es dem Jungen etwas besser.“ Nun war es wichtig, Mutter und Kind gleichsam zu beruhigen: „Ich musste beiden gut zureden und klar machen, dass alles gut ist“, so der 37-Jährige. Andere Verkehrsteilnehmer auf der Kreuzung kümmerten sich währenddessen um die leicht verletzte Audi-Fahrerin und verständigten den Notarzt, der die beiden Schwerverletzten ins Krankenhaus brachte.

Der Ersthelfer aus Enger in Nordrhein-Westfalen betont: „Beide hatten sehr viel Glück. Ich bin sehr froh, dass ich insgesamt recht ruhig auf die Situation reagieren konnte. Durch den Erste-Hilfe-Kurs vor kurzem fühlte ich mich der Situation auf jeden Fall gewachsen.“ Für seinen umsichtigen und selbstlosen Einsatz verleihen Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Philipp Heister den Titel „Held der Straße“ des Monats Juli 2019.

Goodyear und der AvD suchen Monat für Monat mutige und selbstlose Heldinnen und Helden wie Philipp Heister. Unterstützt wird die Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums von der Zeitschrift TRUCKER.

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