Helfen — aber richtig!Absicherung der Gefahren- oder Unfallstelle

Logo Held der StraßeBei einem Verkehrsunfall ist jeder zur Hilfeleistung verpflichtet – ganz gleich ob als Beteiligter oder Unbeteiligter des Unfalls. Eine Hilfe-Verweigerung – von Juristen unterlassene Hilfeleistung genannt – kann sogar mit Gefängnis bestraft werden. Wer unterwegs an einer Unfallstelle vorbeikommt, darf vor der Hilfe auf keinen Fall den Eigenschutz vergessen. Auch müssen andere Fahrer vor der Unfallstelle gewarnt werden. Das richtige Absichern ist daher besonders wichtig.

Schalten Sie immer sofort die Warnblinkanlage ein. Alle Personen sollten aussteigen und Sicherheitsabstand zur Unfallstelle wahren. Auf der Autobahn suchen Sie einen sicheren Platz hinter der Leitplanke. Warndreieck bitte in ausreichender Entfernung (50-200 Meter von der Unfallstelle) aufstellen. Innerorts reichen auch 30-40 Schritte Entfernung. Ist die Unfallstelle allerdings durch eine Kurve, Kuppe usw. verdeckt, unbedingt vor dieser Sichtbehinderung absichern. Tragen Sie das Warndreieck dabei mit der reflektierenden Seite in Laufrichtung vor dem Körper.

Warndreieck
  • Schalten Sie die Warnblinkanlage ein
  • Stellen Sie Ihr eigenes Fahrzeug in 10-20 Metern Sicherheitsabstand ab.
  • Wenn Sie eine Warnweste im Auto haben, ziehen Sie diese beim Aussteigen an.
  • Stellen Sie das Warndreieck mit ausreichend Abstand auf. Auf der Autobahn mindestens 200 Meter von der Unfallstelle entfernt.
  • Liegt die Stelle hinter einer Kurve oder Kuppe, sollten Sie das Warndreieck davor aufstellen.
  • Setzen Sie sobald wie möglich einen Notruf ab.
  • Leisten Sie Erste Hilfe.

Der Notruf

Damit die Rettungskräfte schnell und gezielt helfen können, benötigen diese möglichst genaue Informationen über den Unfall. Wer einen qualifizierten Notruf absetzen will, muss sich hierzu nur an die fünf „W“ erinnern:

Notruf
  • Wo geschah es?
  • Was geschah?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor?
  • Warten auf Rückfragen der Rettungsleitstelle!

Erste Hilfe

Auch Selbstverständlichkeiten müssen immer wieder betont werden: Erste Hilfe bei Verletzten zu leisten, ist Bürgerpflicht. Wer bei Unglücksfällen – nicht nur Verkehrsunfällen – nicht die erforderliche und zumutbare Hilfe leistet, dem droht eine Freiheits- oder Geldstrafe (§323 Strafgesetzbuch). Schäden, die Nothelfer eventuell bei ihrer Erste-Hilfe-Leistung erleiden, werden von der Haftpflichtversicherung des Unfallopfers reguliert. Diese zahlt Ihnen z.B. auch den hier eingesetzten Feuerlöscher aus Ihrem Fahrzeug. Ihre Erste-Hilfe-Grundkenntnisse aus dem Pflichtkursus beim Führerscheinerwerb können Sie jederzeit mit einem Wiederholungskurs bei den Johannitern, dem DRK, den Maltesern oder dem ASB auffrischen. Eine Auffrischung benötigt auch immer wieder der im Fahrzeug mitzuführende Verbandskasten. Fehlendes oder abgelaufenes Material muss ersetzt werden. Bei der Erste-Hilfe-Leistung am Unfallort nicht vergessen: Tragen Sie immer ein paar Schutzhandschuhe zur Sicherheit vor Infektionen. Spätestens nach der Erstversorgung von Verletzten muss der Notruf abgesetzt werden.

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